In den Wochen nach den Osterferien hatten alle Teams die Möglichkeit, den Ostergarten zu besuchen, den wir als Reli-Team im Psychomotorikraum gestaltet hatten.
Uns ist bewusst, dass nicht alle unserer Schüler und Schülerinnen der christlichen Religion angehören. Dennoch luden wir alle ein, hier die Ostergeschichte mit allen Sinnen zu erleben. Denn sie ist Teil unserer Kultur und unseres Lebens hier in Deutschland und sie begründet viele unserer österlichen Traditionen.
Wir ließen uns an der ersten Station einladen, mit Jesus und seinen Freunden das Passahfest zu feiern, und nahmen an einem gedeckten Tisch Platz. Wir teilten Brot und Traubensaft miteinander, hörten Jesu Worte: „Tut das immer wieder. Schmeckt und seht, wie lieb Gott euch hat.“ Während wir aßen, erklang das Lied „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Nach dem Festessen gingen wir weiter zum Garten Gethsemane. Jesus hatte Angst, weil er wusste, dass sich nicht alle darüber freuten, was er tat und erzählte. Manche wollten ihn sogar verhaften lassen. Auf einem großen Bild sahen wir, wie Jesus in seiner Angst niederkniet und Gott seine große Not sagt. Angst und Kummer lasteten auf seinem Herzen wie ein großer Stein. Jeder, der mochte, konnte mit einem schweren Stein spüren, wie sich das anfühlt. Situationen unserer heutigen Sorgen und Nöte waren zu sehen. Ein Engel leuchtete auf, der Jesus in diesem Moment Kraft und Mut schenkte.
Wir nahmen den Stein mit und begleiteten Jesus weiter auf seinem schweren Weg. Er wurde tatsächlich verhaftet, zum Tod verurteilt und gekreuzigt. Am Kreuz legte Jesus sein Leben in Gottes Hände. Wir legten unsere Kummersteine am Kreuz ab. Hier waren sie gut aufgehoben.
In der Mitte des Raums entdeckten wir das Felsengrab (ein großer Pavillon). Hier wurde der tote Jesus von seinen trauernden Freunden hineingelegt. Ein großer Stein verschloss damals das Grab.
Mit den die tief-traurigen Frauen, die am Ostermorgen zum Felsengrab gingen, um von Jesus Abschied zu nehmen, näherten wir uns dem Pavillon und entdeckten, dass der Stein weggerollt war! Ein helles Licht strömte aus dem Grab, und ein Engel stand da. Jeder, der ins Innere der Grabeshöhle trat, hörte die Botschaft des Engels: „Fürchtet euch nicht! Jesus lebt! Er ist gestorben und wieder auferstanden!“ Vogelzwitschern und fröhliche Musik erklangen, ein Brunnen ließ Wasser laut hörbar sprudeln, Blumen und Sträucher dufteten und schmückten das Innere und viele Schmetterlinge konnten entdeckt werden. Die Grabeshöhle hatte sich in einen wunderschöner lebendigen Ostergarten verwandelt.
Die Traurigkeit der Frauen am Grab war gewiss nicht gleich verflogen, aber eine helle Hoffnung machte ihr Herz immer leichter Herz: Kann es wirklich wahr sein? Später begegnete ihnen der auferstandene Jesus. Er spracht ihnen und uns zu (durch einen BigMack, den jede/r für sich auslösen konnte): „Ich lebe, und auch ihr sollt leben.“ Ihr Herz wurde ganz leicht und frei und froh. So leicht und froh und frei – wie Schmetterlinge im Sonnenlicht tanzen und fliegen.
Draußen hatten wir noch zu fröhlicher Musik und Tanz eingeladen.
Das Reli-Team: Friederike Layher, Karin Kittel, Teresa Ostertag, Katrin von Schaubert, Britta Schütte, Annette Stier-Monninger, Sarah Zendler.